Passive Schutzeinrichtungen

Passive Schutzeinrichtungen Graphik 1

Passive Schutzeinrichtung schützen vor den Folgen von der Fahrbahn abkommender Fahrzeuge und Personen. Bevor Schutzeinrichtungen eingesetzt werden ist zu prüfen, ob die passive Sicherheit nicht durch die Beseitigung der Gefahrenstellen oder durch andere geeignete Massnahmen erreicht werden kann.

Anforderungen an die Schutzeinrichtungen

Die Fahrzeug-Rückhaltesysteme unterstehen dem Bauproduktegesetz (SR 933.0). Es dürfen nur Systeme eingesetzt werden, welche die Konformitätsbestimmungen erfüllen, d.h. über ein EG-Konformitätszertifikat der Schweizer Prüfstelle verfügen. Die Hauptelemente zertifizierter Systeme sind mit dem CE-Zeichen, der Identifikationsnummer der Prüfstelle, dem Herstellerkennzeichen und einem Rückverfolgbarkeitscode gekennzeichnet. Im Schadenfall sind die Produkte bis auf das Grundmaterial rückverfolgbar. Damit wird ein Qualitätsstandard sichergestellt der garantiert, dass ein System im Falle eines Anpralls entsprechend den Prüfbedingungen funktioniert.

Schutzeinrichtungen sind Stossdämpfer

Passive Schutzeinrichtungen wirken für anprallende Fahrzeuge als Stossdämpfer mit dem Ziel, Verletzungen von Fahrzeuginsassen soweit wie möglich zu vermeiden. Das Längselement des Systems, die Schutzplanke, ist zwischen der Anfang- und der Endverankerungen zugfest eingespannt. 

Die Befestigungen zwischen Pfosten und Längselement wirken als Sollbruchstellen. Die Leitschranke deformiert sich im Falle eines Anpralls nach hinten. Die maximale Deformation des Systems nennt man Wirkungsbereich.

Die korrekte Anordnung im Strassenraum ist entscheidend

Zur Verhinderung des Hinterfahrens und des Aufgleitens auf Schutzeinrichtungen mit anschliessender Führung zur Gefahrenstelle sowie zur Sicherstellung der Leistung sind vor und nach der Gefahrenstelle mindestlängen einzuhalten. Sie sind abhängig vom Strassentyp. Für richtungsgetrennte Autobahnen beträgt die Mindestlänge anfahrseitig 80 m, wegfahrseitig 16 m. Auf den übrigen Strassen gilt beidseits der Gefahrenstelle eine Mindestlänge von 40 m.